Von den ersten Siedlungsplänen bis zu neuen Wohnquartieren: Unsere Chronik führt die historischen Entwicklungen seit 1928 und die jüngere Geschichte der Gartenstadt zusammen.
Historische Bilder der Gartenstadt
Historische Aufnahmen aus der Sammlung des Bürgervereins Gartenstadt.
Ausdehnung Bambergs erreicht nach Osten die Weißenburgstrasse. Aufgrund akuter Wohnungsnot entstehen Pläne im Waldgebiet Spinnseyer neue Siedlungen zu errichten.
Das Gelände südlich der HKW wird für den Bau der Spinnseyer-Siedlung offiziell zugewiesen.
Die ersten Siedler beweisen viel Eigeninitiative und beginnen mit den Arbeiten. Auch die Stadt zieht schnell nach, östlich des Gebietes der Handwerkergenossenschaft Bauplätze auszuweisen.
Die ersten 97 Siedler beziehen ihre Häuser
Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, Aufbau der Infrastruktur
Bau der heutigen Kunigundenschule (Fertigstellung: 1941)
Beginn des 2. Bauabschnitts (wegen Krieg: Arbeiten lahm gelegt)
Start 3. Bauabschnitts
Antrag bei der Stadt auf Umbenennung der "Spinnseyer-Siedlung" in der Gartenstadt. Stadtrat genehmigt dies am 09.06.1951
Bau des Kindergartens der Arbeiterwohlfahrt
Bauende und Konsekration der Kunigundenkirche; Paul Kupfer wird erster Pfarrer von St. Kunigund
Bau des ev.Kindergartens an der Mittelbachstraße
Einweihung des Kindergartens St. Kunigund
4. Bauabschnitt rund um die Kunigundenkirche
Bau der Auferstehungskirche
5. Bauabschnitt jenseits des Berliner Rings
6. und 7. Bauabschnitt: neue Häuser im Gebiet Greiffenbergstrasse, "Sieben Eichen" (1989-1991) und Sonnenpark bzw. Häuser an der Anton-Schuster-Strasse bis ca. 1999
Nach fast 70 Jahren endet die Präsenz der US-Armee in Bamberg. Mit der Freigabe großer Militärflächen beginnt die Konversion im Bamberger Osten.
Die Stadtbau Bamberg beginnt, die frühere „Pines Housing Family Area“ zum Wohnquartier „Am Föhrenhain“ zu entwickeln.
Auf einem Teil der ehemaligen Warner Barracks nimmt das Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Bamberg seinen Betrieb auf.
Das ehemalige Offizierscasino wird saniert und teilweise zum AWO Kinderhaus „Am Föhrenhain“ mit Krippen- und Kindergartengruppen umgebaut.
Konversion im Bamberger Osten
Vom Abzug zum Aufbruch.
Mit dem Ende der amerikanischen Militärpräsenz begann 2014 eine der größten Veränderungen der jüngeren Bamberger Stadtgeschichte. Ehemals militärisch genutzte Flächen erhielten Schritt für Schritt neue Aufgaben.
Abschied von der US-Armee
Am 12. September 2014 verließen die letzten Angehörigen der US-Armee nach fast 70 Jahren den Standort Bamberg. Rund 480 Hektar – knapp neun Prozent des Stadtgebiets – standen damit vor einer grundlegenden Neuordnung. Diese Umwandlung militärischer Flächen in zivile und behördliche Nutzungen wird als Konversion bezeichnet.
Die Bundespolizei kommt nach Bamberg
Am 1. September 2016 nahm auf einem rund 100 Hektar großen Teil der ehemaligen Warner Barracks das Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Bamberg seinen Betrieb auf. Es ist das größte Zentrum seiner Art in Deutschland und wurde für bis zu 2.200 Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter in Spitzenzeiten ausgelegt.
Neue Nachbarschaft auf historischem Grund
Am Föhrenhain – aus den „Pines“ wird ein Wohnquartier.
Auf dem Gelände der früheren US-amerikanischen „Pines Housing Family Area“ ist ein neues Wohn- und Lebensgebiet der Gartenstadt entstanden. Es verbindet die Geschichte des Ortes mit bezahlbarem Wohnen, zeitgemäßer Energieversorgung und einem naturnahen Kinderhaus.
Vom Militärstandort zum Wohngebiet
Seit 2015 entwickelte die Stadtbau Bamberg das frühere Wohnareal der US-Armee zum Quartier „Am Föhrenhain“. Die Wohnanlage und das ehemalige Offizierscasino hatte sie bereits 2014 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben. Heute stehen hier 134 Wohnungen – und ein neues Stück Gartenstadt ist gewachsen.
Energie für das Quartier
Die Stadtwerke Bamberg versorgen den Föhrenhain mit Strom und Wärme aus Biomethan und Erdgas. Die Quartierslösung ist Teil des Bamberger Weges zu einer zunehmend klimafreundlichen Wärmeversorgung.
Kinderhaus im früheren Offizierscasino
Das in den 1930er-Jahren errichtete Offizierscasino wurde von 2018 bis 2021 umfassend saniert und teilweise zum AWO Kinderhaus „Am Föhrenhain“ umgebaut. Drei Krippengruppen mit 36 Plätzen und zwei Kindergartengruppen mit 50 Plätzen finden dort Raum. Direkt daneben liegt das kleine Waldstück, das dem Quartier seinen Namen gibt und heute als naturnaher Spielraum dient.





